Internes Linkbuilding: Das gilt es zu beachten

Internes Linkbuilding ist eine beliebte Maßnahme, um das Ranking der eigenen Website und die User Experience für Besucher zu verbessern. Erfahre in diesem Artikel, was du bei der Umsetzung dieser SEO-Technik beachten solltest.

Was ist ein Link?

Link ist die Abkürzung für Hyperlink (z.B. www.beispielseite.de/angebot). Häufig wird der Begriff Link auch für einen Backlink oder Inbound Link verwendet. Das ist an sich nicht falsch. Im Kontext der Suchmaschinenoptimierung müssen wir aber genauer differenzieren. Denn hier zwischen internen und externen Links unterschieden.

Ein interner Link, oder auch Inbound Link, verknüpft zwei Seiten innerhalb einer Domain miteinander. Ein interner Link ist also zum Beispiel der Call-to-Action auf deiner Angebotsseite, der auf dein Kontaktformular verlinkt.

Externe Links stellen eine Verbindung zwischen einer externen Website und der eigenen Online-Präsenz her. Sie werden auch Backlinks genannt. Ein externer Link kann beispielsweise ein Link von der Website eines Kunden auf deine Website sein.

Was ist Linkbuilding?

Das Linkbuilding, zu deutsch Linkaufbau, ist die Vermehrung von Links auf einer Website. Auch hier unterscheiden wir wieder zwischen intern und extern. Meist ist die Rede von Linkbuilding, wenn es um den Aufbau von Backlinks geht. Der Aufbau von Backlinks ist eine sehr wichtige Maßnahme, um das Ranking deiner Website zu verbessern. Je besser die Qualität der Links ist, desto positiver fällt der Einfluss auf deine Link Juice aus. Qualitativ hochwertige Links sind Backlinks von großen, seriösen Domains, die eine entsprechende Autorität im Netz haben.

Die Vermehrung von internen Links wird wiederum internes Linkbuilding genannt. In diesem Beitrag geht es nur um Letzteres. Wenn du mehr über (externes) Linkbuilding erfahren willst, kann ich dir diesen Beitrag von Ryte empfehlen.

Darum ist internes Linkbuilding wichtig

Im Rahmen deiner SEO-Maßnahmen solltest du dich auch mit internem Linkbuilding beschäftigen. Denn es hat zwei wichtige Effekte, von denen Suchmaschinen und Leser profitieren.

Interne Links erleichtern nämlich in erster Linie deinen Lesern die Navigation durch deine Website. Indem du Link zu für sie relevanten Inhalten setzt, erhöhst du die Verweildauer der Besucher auf deiner Website. Gleichzeitig steigerst du die Möglichkeit einer Conversion und reduzierst die Bounce-Rate.

Daneben haben es auch die Crawl Bots der Suchmaschinen durch interne Links leichter, deine Website und deren Aufbau für das Ranking zu verstehen. Eine Seite, die häufig geklickt wird und die über die Navigation mit wenigen Klicks erreichbar ist (z.B. Angebotsseite), wird wichtiger angesehen als eine Seite, die schwerer zu finden ist (z.B. ein einzelner Blogartikel).

Internes Linkbuilding verbessert somit also die „Lesbarkeit“ deiner Website. Du kannst dir deine Website wie ein Spinnennetz vorstellen. Die einzelnen Seiten sind die Eckpunkte des Netzes, die durch die Spinnfäden (d.h. durch interne Links) miteinander verbunden werden. Müssen Leser und Bots von einem Punkt zum anderen springen, wäre das sehr mühsam. Verbindest du allerdings die einzelnen Unterseiten deiner Domain zu einem zusammenhängenden Netz, können sich Leser und Bots bequem über die Fäden zum nächsten Punkt gelangen.

Regeln für das interne Linkbuilding

Der interne Linkaufbau ist nicht sonderlich kompliziert. Einige gibt es dennoch, die du beachten solltest, um am Ende nicht abgestraft zu werden.

Setze ausschließlich relevante Links

Leser sind daran interessiert, ihr Wissen zu einem Thema zu vertiefen. Bei einem Blogartikel empfiehlt es sich deshalb, weiterführende Links zu relevanten Beiträgen oder Angeboten zu setzen, die noch mehr auf das jeweilige Thema.

Wichtig ist dabei vor allem, dass die gesetzten Links für den Leser einen Mehrwert darstellen und ihn nicht grundlos auf der Seite halten sollen. Schlechte Praxis wäre, interne Links zu jeder Seite einer Website zu setzen, obwohl diese keine thematische Verbindung zum Inhalt haben. Achte deshalb darauf, dass deine internen Links vor allem für den Leser einen Nutzen haben und nicht für dich.

Baue Deep Links auf

Je tiefer die internen Verbindungen sind, desto besser ist das für deine Seite. Diese tiefen Verbindungen werden auch Deep Links genannt. Dabei handelt es sich um eine interne Verlinkung zu relevanten Inhalten, die sonst nur schwer für den Nutzer auffindbar sind. Sie haben einen höheren Mehrwert als Seiten der 1. Navigationsebene. D.h. eine Verlinkung zur Startseite bringt keinen Mehrwert, da er diese Seite einfach findet.

Schreibe attraktive Ankertexte

Der Ankertext ist der Text, auf dem du einen Hyperlink hinterlegst und den der Besucher vor dem Klick liest. Er sollte deshalb vermitteln, was den Leser am anderen Ende erwartet und das Keyword enthalten, auf das die Zielseite optimiert ist.

Nicht zu viele Links setzen

Es gibt zwar keine offizielle Obergrenze. Dennoch solltest du mit der internen Verlinkung auch nicht übertreiben. Gibt es zu viele überflüssige Links, wird der Link Juice durch die Anzahl der bestehenden Verlinkungen geteilt. Das gilt auch für nicht erreichbare Seiten. Du solltest deshalb auch fehlerhafte Links vermeiden.

Internes Linkbuilding mit Content Hubs

In Zeiten des Content Marketing sind Content Hubs eine beliebte Methode für das interne Linkbuilding. Diese Content-Zentren stellen gut performende Seiten das Hauptelement dar, von dem aus zu thematisch ähnlichen Seiten verlinkt wird. Zusätzlich werden auch die Seiten untereinander verlinkt, um den thematischen Zusammenhand zu verbessern.

Vielleicht hast du davon schon einmal gehört. Denn diese Seiten werden auch Pillar Page genannt. Auf der Pillar Page werden alle wichtigen Aspekte eines Themas auf einer Seite beantwortet und von dieser Seite auf weitere Detailseiten verlinkt, die spezifischer auf das jeweilige Thema eingehen.

WordPress Plugins für das interne Linkbuilding

Musst du jetzt alle Seiten durchgehen und die internen Links manuell setzen? Bei wenigen Unterseiten mag das vielleicht noch kein Problem sein. Spätestens bei einem Blog mit hunderten Beiträgen ist das manuelle Einpflegen interner Links kaum noch möglich.

Bei Websites, die über WordPress laufen, gibt es glücklicherweise Plugins für da interne Linkbuilding. Willst du ernsthaftes Linkbuilding betreiben, kommst du nicht an einem kostenpflichtigen Tool vorbei.

Ich persönlich nutze beispielsweise bananancontent für meinen Blog. Das SEO-Tool lässt sich auch für die Keyword-Recherche einsetzen und eignet sich besonders für KMU. Ein weiteres spannendes Plugin ist LinkWhisper. Die Anwendung ist ausschließlich für das interne Linkbuilding gedacht.

Fazit

Internes Linkbuilding verbessert die „Lesbarkeit“ deiner Website für Leser und Suchmaschinen. Du solltest es deshalb langfristig in deine Content-Marketing-Strategie integrieren, um dein Ranking nachhaltig zu steigern.

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